Ökumenische Nachrichten
Übersicht der Themen
27.01.2012 (epd) Bünker:
Religionsunterricht ist Avantgarde der Ökumene
25.01.2012 (epd) Weg zum
Heil führt über das Judentum
18.01.2012 (epd)
Kardamakis: Tiefe Verbundenheit in der Ökumene
23.09.2011 (epd)
Papstbesuch - Bischof Bünker: Kein ökumenischer Impuls
13.07.2011 (epd)
Ökumenische Sommerakademie Kremsmünster
20.06.2011 (epd)
Europäische Allianz für freien Sonntag in Brüssel gegründet
08.06.2011 (epd) Ökumene: Reiner fordert
"konkrete nächste Schritte"
18.03.2011 (epd)
Ökumenische Fastentipps auf "Antenne Wien" und evang.at
12.01.2011 (epd)
Ökumene: Weltgebetswoche erinnert an frühchristliche Einheit
02.12.2010
(epd)
Esther Handschin: "Viel Lust, weiter
auszuprobieren"
22.11.2010 (epd)
20 Jahre Abendmahlsgemeinschaft
04.11.2010 (epd) Basisbewegung
"Way of Hope" präsentiert 26 Initiativen gegen die Krise
20.08.2009 (DieFurche)
Kommunion-Verzicht für die Ökumene
wird laufend ergänzt, die Artikel bleiben etwa 6 Monate gespeichert.
Das umstrittene Vatikan-Dokument "Antworten auf Fragen zu einigen Aspekten
bezüglich der Lehre über die Kirche" zum Download (pdf 40kB)
27.01.2012 (epd)
Bünker: Religionsunterricht ist Avantgarde der Ökumene
Kirchenvertreter diskutierten über die Chancen der Ökumene
Wien, 27. Jänner 2012 (epdÖ) - Die Kirchen verbinde der Einsatz für eine
gerechte Welt und der Schutz jener, die "unter die Räder kommen", erklärte der
evangelisch-lutherische Bischof Michael Bünker bei einer Podiumsdiskussion über
die Chancen der Ökumene am Donnerstag, 26. Jänner, im Wiener Don Bosco-Haus. Der
Bischof erinnerte an das Ökumenische Sozialwort, das nach wie vor eine
"brandaktuelle Orientierungshilfe" sei. Im Zweiten Vatikanischen Konzil habe die
Römisch-katholische Kirche einer Rückkehrökumene eine klare Absage erteilt, in
Österreich habe Kardinal König die Römisch-katholische Kirche für die Ökumene
geöffnet. Heute versuche der Ökumenische Rat der Kirchen, "das Miteinander der
Kirchen mit Leben zu erfüllen". Eine unverzichtbare Funktion komme heute dem
Religionsunterricht zu, den Bünker als "Avantgarde der Ökumene" bezeichnete.
Denn in der Schule erlebten Kinder und Jugendliche das Miteinander der
Religionen. Als "ökumenischen Grundansatz" empfahl der Bischof, als Kirche nicht
die "Defizite" der anderen Kirchen zu sehen, sondern die unterschiedlichen
Elemente, die bereichern: "Jede Kirche sollte sich bewusst werden: 'Wir haben
nicht alles und brauchen andere, um die allgemeine Katholizität sichtbar zu
machen'". Die Zulassung zur Eucharistie sei vor allem für
gemischt-konfessionelle Paare ein "dringendes Anliegen".
Dass das "Thema Ökumene einschläft", konstatierte Helene Hornich, Leiterin des
"Ökumenekreises 13", der zu dem Podiumsgespräch eingeladen hatte.
"Einheit suchen und Vielfalt bewahren" ist für den rumänisch-orthodoxen
Bischofsvikar Nicolae Dura das Motto der Ökumene.
Dura, der derzeit Vorsitzender des Ökumenischen Rates der Kirchen in Österreich
(ÖRKÖ) ist, plädierte für einen "geistlichen Ökumenismus": Es gehe darum,
"Zeugnis zu geben ohne Konkurrenzdenken", so der Bischofsvikar. Die Gründung der
Kirchlichen Pädagogischen Hochschule, die gemeinsam von verschiedenen Kirchen
betrieben wird, sieht der Bischofsvikar als "Vorbild für die Ökumene".
Bischof Okoro: Hat Jesus so kompliziert gedacht?
Eine "Ökumene des Herzens" werde er nicht mehr erleben, meinte der
altkatholische Bischof John Okoro. Seit Jahren gelinge es etwa nicht, "einen
Bischof der Römisch-katholischen Kirche zur Predigt bei uns einzuladen". Hier
ortet der Bischof deutliche Berührungsängste. Es sei schwer, über Ökumene zu
reden, "wenn die Grundstruktur des Denkens von Doktrinen gesteuert ist" und
immer wieder nach Trennendem statt Verbindendem gesucht werde, kritisierte der
Bischof. Ökumene verlange "Ehrlichkeit ohne Ängste" und integratives Denken.
Angesichts der oft verletzenden Situationen, wenn Menschen von der
Abendmahlsgemeinschaft ausgeschlossen werden, fragte der Bischof: "Hat Jesus so
kompliziert gedacht?"
Als dringende gemeinsame ökumenische Herausforderung sieht der
römisch-katholische Bischofsvikar Dariusz Schutzki das Bemühen der Kirchen,
jenen Menschen Heimat zu geben, die "religiös obdachlos" geworden sind. Schutzki:
"Wie schaffen wir es, Spuren Gottes in ihrem Leben und Schicksal aufzuzeigen?"
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25.01.2012 (epd)
Weg zum Heil führt über das Judentum
Ökumenischer Gottesdienst zum "Tag des Judentums" in Graz
Graz (epdÖ) - Christinnen und Christen können nicht am Judentum vorbei an Jesus
Christus glauben. Das betonte die evangelische Theologin und Vorsitzende des
Grazer Komitees für christlich-jüdische Zusammenarbeit Sabine Maurer in ihrer
Predigt beim ökumenischen Gottesdienst anlässlich des "Tages des Judentums" am
17. Jänner in der Grazer Herz-Jesu-Unterkirche. Das Thema des Gottesdienstes war
"Gottes Licht und Glanz im Widerschein des jüdischen und christlichen Weges".
Bereits der Evangelist Lukas würde zeigen, dass der Weg zum Heil in Jesus
Christus über den Lobgesang des Juden Simeon führe.
Erst in den vergangenen Jahrzehnten hätten die Kirchen den jüdischen Weg als
einen eigen- und vollständigen Weg zum Heil anerkannt, so Maurer. Dies sei die
Voraussetzung dafür, dass man gemeinsam aktiv auf die Erfüllung der
prophetischen Verheißung der Zukunft Gottes und seine zukünftige Welt warten und
hoffen könne.
Beim Gottesdienst wirkten auch Vertreter der jüdischen Gemeinde mit. Avshalom
Eliassi von der Israelitischen Kultusgemeinde Graz und Superintendent Hermann
Miklas, Vorsitzender des Ökumenischen Forums Steiermark, sprachen den
aaronitischen Segen in Hebräisch und Deutsch für die Gemeinde. Musikalisch wurde
die Feier vom Vokalensemble des Kirchenmusikkonservatoriums der Diözese
Graz-Seckau gestaltet.
18.01.2012 (epd)
Kardamakis: Tiefe Verbundenheit in der Ökumene
Lage der Kopten in Ägypten immer bedrohlicher
Wien (epdÖ) - Im Zeichen der Sorge um die bedrängten Christinnen
und Christen im Nahen Osten sowie des Gedenkens an den im vergangenen Oktober
verstorbenen orthodoxen Metropoliten Michael Staikos stand der diesjährige
Ökumenische Empfang von Kardinal Christoph Schönborn am 16. Jänner in Wien.
Vertreter der koptischen Kirche mit Bischof Gabriel Anba an der Spitze
berichteten über die Situation der Kopten in Ägypten. Anfängliche Hoffnungen,
dass sich mit der Revolution die Situation für die Christen im Land verbessere,
hätten sich nicht erfüllt, resümierte der Bischof. Allein von Jänner bis
November des vergangenen Jahres hätten 100.000 Kopten Ägypten verlassen.
Begonnen wurde der diesjährige Empfang mit einem liturgischen Gedenken für
Metropolit Staikos in der griechisch-orthodoxen Dreifaltigkeitskirche in Wien.
Dabei unterstrich der neue Metropolit Arsenios Kardamakis, dass er den
ökumenischen Kurs seines Vorgängers fortsetzen werde. Zum Dialog und der
Zusammenarbeit gebe es keine Alternative, so Kardamakis. Dass so viele Vertreter
anderer Kirchen an diesem Gottesdienst teilgenommen haben, zeige die tiefe
ökumenische Verbundenheit untereinander, die es in Österreich bereits gebe, so
der neue Metropolit.
Eingeladen waren zu dem Empfang, der jährlich zu Beginn der "Weltgebetswoche für
die Einheit der Christen" stattfindet, zahlreiche Repräsentanten der
christlichen Kirchen, darunter Bischof Michael Bünker, Landessuperintendent
Thomas Hennefeld, Oberkirchenrätin Hannelore Reiner und Oberkirchenrat Karl
Schiefermair, der altkatholische Bischof John Okoro und der rumänisch-orthodoxe
Bischofsvikar und ÖRKÖ-Vorsitzende Nicolae Dura.
23.09.2011 (epd)
Papstbesuch - Bischof Bünker: Kein ökumenischer Impuls
Gottesdienst zeigte unterschiedliches Gesicht der Kirchen
Trotz hoher Erwartungen: Der ökumenische Impuls blieb beim gemeinsamen
Gottesdienst im Erfurter Augustinerkloster aus.
Erfurt/Wien (epdÖ) - Beim ökumenischen Gottesdienst, den der Papst gemeinsam mit
VertreterInnen der Evangelischen Kirche in Erfurt gefeiert hat, ist "der
ökumenische Impuls ausgeblieben", bilanziert der österreichische
evangelisch-lutherische Bischof Michael Bünker. Dass die Römisch-katholische
Kirche ein "wirklich aktives Interesse" am Dialog mit der Evangelischen Kirche
habe, sei in Erfurt nicht zu bemerken gewesen, so Bünker gegenüber dem
Evangelischen Pressedienst. Offenbar liege das ökumenische Signal im Ereignis
selbst, dass ein gemeinsamer Gottesdienst an diesem geschichtsträchtigen Ort
stattfinden konnte. Für Bünker hat der ökumenische Gottesdienst, in dem die
evangelische Synodenvorsitzende Katrin Göring-Eckardt das geistliche Wort
sprach, deutlich "das unterschiedliche Gesicht" der beiden Kirchen gezeigt: "Die
Evangelische Kirche als eine Kirche, in der gewählte Frauen und Männer in
gleicher Weise in allen Funktionen tätig sind, und auf der anderen Seite die
unter dem Papst hierarchisch verfasste Römisch-katholische Kirche."
Schon vor dieser ökumenischen Begegnung seien die Erwartungen von beiden Seiten
"deutlich heruntergeschraubt" worden. Nun habe der Papst in seiner Rede im
Erfurter Gottesdienst dem ökumenischen Impuls eine klare Absage erteilt.
Gleichzeitig seien das gemeinsame Beten und die Begegnung herausgestrichen
worden. "Das Gemeinsame kann doch ein sehr unterschiedliches Gesicht zeigen",
resümiert Bünker. Die "versöhnte Verschiedenheit" sei hier "ein Stück weit
sichtbar" geworden.
Im weltweiten Verhältnis zwischen der Evangelischen und der Römisch-katholischen
Kirche gebe es eine Reihe von Dialogergebnissen, die man auch "wertschätzen und
aufgreifen" hätte können. Bünker erinnerte daran, dass Göring-Eckardt den Papst
konsequent als "Bruder in Christus" angesprochen habe, um auszudrücken, dass die
Evangelische Kirche kein hierarchisches Kirchenverständnis kenne.
Positiv äußerte sich Bünker zur ökumenischen Situation in Österreich: Hier
erfolgten Begegnung und Zusammenarbeit "in Respekt und auf Augenhöhe". Sicher
gebe es zwischen den Kirchen "mehr Gemeinsames als Trennendes", das gelte es
auch, im gemeinsamen Bemühen um ein glaubwürdiges Christentum herauszustreichen.
Dennoch blieben Unterschiede weiter bestehen, die jedoch "nicht trennen"
müssten. Das Kirchenverständnis sei jedoch "ein Punkt, in dem es in absehbarer
Zeit nicht zu einer gemeinsamen Position kommen wird".
13.07.2011 (epd)
Ökumenische Sommerakademie Kremsmünster
Susanne Heine: Am Fremden entdeckt das Eigene seine Grenze
Kremsmünster (epdÖ) - Religion und Glaube spielen eine positive, unterstützende
Rolle bei der Integration von Migrantinnen und Migranten, dies würde die Arbeit
kirchlicher Einrichtungen und das große Engagement vieler Pfarrgemeinden sowie
einzelner Christinnen und Christen belegen, sagte der evangelisch-lutherische
Bischof Michael Bünker als Vertreter des Ökumenischen Rates der Kirchen in
Österreich (ÖRKÖ) am Mittwoch, 13. Juli, bei der Eröffnung der 13. Ökumenischen
Sommerakademie in Kremsmünster, die in diesem Jahr unter dem Thema: "Auch Gott
ist ein Fremder. Fremdsein - Toleranz - Solidarität" steht. Die
Schlüsselfaktoren für gelungene Integration seien Bildung sowie angemessene
Arbeits- und Einkommensmöglichkeiten und die Gewährung von Teilhaberechten am
gesellschaftlichen und politischen Leben, so der stellvertretende Vorsitzende
des ÖRKÖ. Wie die Kirchen gemeinsam mit der Israelitischen Kultusgemeinde und
der Islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich bereits im Jänner 2009
öffentlich erklärt haben, sei Integration mit diesen Zielsetzungen möglich.
Schon in der Antike, aber auch in der Heiligen Schrift sei das Thema Fremdsein
prominent vertreten. In ihr finde sich eine gute fremdenfreundliche Tradition,
wenngleich es auch in der Bibel "Ethnozentrismus, Mischehen-Verbot, Ausgrenzung
der Fremden bis hin zur Vernichtung der Anderen" gebe. Es komme darauf an, mit
welcher Brille und mit welchem Interesse man die einzelnen biblischen Texte
lese, erklärte der Bischof.
In seiner Rede ging Bünker auch auf zwei aktuelle Ereignisse ein, die
bezeichnend für den Umgang Österreichs mit Fremden seien. Das am 1. Juli in
Kraft getretene neue Fremdenrecht beinhalte zwar einige wenige Schritte in die
richtige Richtung wie etwa die Rot-Weiß-Rot-Card, insgesamt sieht der Bischof
darin aber eine weitere Verschärfung der Bestimmungen und eine Verschlechterung
der Lage insbesondere für Asylsuchende. "Das ist ja ein altes Lied, das in den
letzten Jahren stets lauter und lauter gesungen wird, kein Zufall, dass die
Kirchen und Religionen da nicht einstimmen wollen", erinnerte Bünker. Der
Integrationsbericht des Innenministeriums für das Jahr 2010 zeige, dass der
harte Kern der fremdenfeindlich Gesinnten in Österreich offenkundig zurückgehe.
Gleichzeitig würde es nach wie vor vielen Menschen schwerfallen, Zuwanderung
positiv zu sehen.
"Die Begegnung mit dem Fremden bedeutet, die Differenz auszuhalten. In den
Zwischenräumen besteht die Chance, eine neue, ganz andere Wirklichkeit entstehen
zu lassen", sagte die oberösterreichische jüdische Autorin Anna Mitgutsch in
ihrer Eröffnungsrede. Im Blick auf innerweltliche Fremdheit mahne die Thora
dazu, den Fremden zum Teil der Welt werden zu lassen. Notwendig sei dazu die
ständige Auseinandersetzung.
Am Fremden entdecke das Eigene seine Grenze, darauf wies die evangelische
Theologin Susanne Heine in ihrem Vortrag "Das Fremde zwischen Faszination und
Bedrohung" am zweiten Tag der Ökumenischen Sommerakademie hin. Dies führe zu der
zugleich kränkenden wie faszinierenden Erfahrung, dass das Eigene nicht alles
ist. Dadurch könne Angst und Abwehr entstehen. Gleichzeitig übe das Fremde immer
auch eine Anziehung aus. Was fremd sei, könne verteufelt, aber ebenso mit
Illusionen beladen werden, erklärte Heine, die sich seit vielen Jahren im
interreligiösen Dialog engagiert. Der christliche Glaube stehe in Beziehung zu
einem Gott, der diese Ambivalenz aufhebe: Er ist der ganz Andere, der ganz nahe
ist.
Am letzten Tag der Veranstaltung tauschten Diakonie-Direktor Michael Chalupka,
der Innsbrucker Diözesanbischof Manfred Scheuer und der serbisch-orthodoxe
Erzpriester Drago Vujic „Reflexionen aus der kirchlichen und gesellschaftlichen
Praxis“ bei einer Podiumsdiskussion aus. Mit einem ökumenischen Gottesdienst
wurde die Veranstaltung traditionsgemäß abgeschlossen.
Die Ökumenische Sommerakademie Kremsmünster ist eine Veranstaltung des ORF
Oberösterreich, der Religionsabteilungen des ORF in Fernsehen und Hörfunk, des
Evangelischen Bildungswerkes Oberösterreich, des Ökumenischen Rates der Kirchen
in Österreich, der Katholisch-Theologischen Privatuniversität Linz, der Linzer
Kirchenzeitung, des Stifts Kremsmünster und des Landes Oberösterreich.
20.06.2011 (epd)
Europäische Allianz für freien Sonntag in Brüssel gegründet
Oberkirchenrätin Reiner: Evangelische Kirchen unterstützen die Anliegen mit großer Überzeugung
Wien/Brüssel (epdÖ) - Über 50 Organisationen aus den Bereichen
Zivilgesellschaft, Kirchen und Gewerkschaften haben am Montag, 20. Juni, in
Brüssel eine Europäische Sonntagsallianz gegründet. Ziele der Europäischen
Sonntagsallianz sind der freie Sonntag und angemessene Arbeitszeiten und damit
verbunden die Aufnahme des freien Sonntags in die Arbeitszeitrichtlinie der EU.
Zentrale Inhalte der Gründungserklärung sind die Verbesserung der
Arbeitsbedingungen, die bessere Vereinbarkeit von Arbeit, Familie und
Privatleben und der soziale Zusammenhalt.
"Die Lutherische und die Reformierte evangelische Kirche unterstützen diese
Initiative mit großer Überzeugung", sagte Oberkirchenrätin Hannelore Reiner
gegenüber epdÖ. Reiner, die die beiden Kirchen in der "Allianz für den freien
Sonntag Österreich" vertritt: "Der Vorstoß von Minister Reinhold Mitterlehner
für ein Offenhalten von Geschäften zeigt, wie aktuell das Thema ist." Der Mensch
brauche Ruhe und den Rhythmus von Spannung und Entspannung, von Arbeit und
Freizeit. "Diese Freizeit ist aber wichtig als gemeinsame Freizeit der Familie.
Was nutzt es, wenn einer montags und ein anderer mittwochs Freizeit hat?" Der
freie Sonntag sei auch wichtig als gemeinsame Gelegenheit, den Gottesdienst
besuchen zu können, "das aber ist nicht das vordringliche Argument". Ständig
geöffnete Geschäfte seien keine Lösung, "das ist menschenunwürdig für die
Arbeitskräfte". Ausnahmen von der Sonntagsruhe müssen "genau das, nämlich
Ausnahmen" bleiben, fordert Reiner.
"Die Gründung der Europäischen Sonntagsallianz ist ein wichtiger Schritt zu
einem sozialen Europa", betont der Sprecher der Allianz für den freien Sonntag
Österreich, der römisch-katholische Bischof Ludwig Schwarz. "Zu einem sozialen
Europa gehören der freie Sonntag und angemessene Arbeitsbedingungen. Österreich
ist mit seinen 52 freien Sonntagen im Jahr in Europa Vorbild, wenn es um
Zeitwohlstand und Lebensqualität in Form gemeinsamer freier Zeit geht."
Der Europäischen Sonntagsallianz gehören nationale Allianzen und Initiativen für
den freien Sonntag sowie Kirchen, Gewerkschaften und zivilgesellschaftliche
Organisationen an. "Wir nehmen einen Trend zum freien Sonntag in Europa wahr",
so der Sozialbischof.
Weitere Informationen unter
www.freiersonntag.at
08.06.2011 (epd)
Ökumene: Reiner fordert "konkrete nächste Schritte"
Die Oberkirchenrätin auf dem Kardinal-König-Symposion: "Wir könnten viel öfter gemeinsam feiern und beten"
Salzburg, 8. Juni 2011 (epdÖ) "Konkrete nächste Schritte" in der Ökumene in
Österreich wünscht sich die lutherische Oberkirchenrätin Hannelore Reiner. In
einem Vortrag beim 3. Salzburger Kardinal-König-Symposion Ende Mai im Salzburger
Bildungszentrum St. Virgil nannte Reiner die Zulassung der evangelischen
Ehepartner zur Kommunion bei der katholischen Messfeier, die gegenseitige
Anerkennung der Taufe durch alle Mitgliedskirchen des Ökumenischen Rates, die
Intensivierung der Ökumene an der Basis - "wir könnten viel öfter gemeinsam
feiern und beten" - sowie die Schaffung eines "Frauen-Netzwerkes" in den
Kirchen. Die Oberkirchenrätin erinnerte daran, dass die Ökumene eigentlich im
Widerstand gegen das totalitäre NS-Regime angefangen hatte; heute seien die
Kirchen angesichts der Herausforderung durch den Prozess der Säkularisierung
aufgerufen, "mit einer Stimme" zu sprechen.
Die beiden jungen Theologinnen Karin Jungreithmayer (evangelisch) und Regina
Augustin (römisch-katholisch) schilderten, wie gerade auch kirchenferne junge
Leute im Alltag - etwa bei Eheschließungen - an die immer noch bestehenden
Konfessionsgrenzen stießen. Das Nichtwissen über Gemeinsamkeiten und
Unterschiede der christlichen Kirchen erzeuge Unsicherheit. Die beiden
Theologinnen plädierten auch dafür, das Thema Ökumene sowohl in alle Bereiche
des Gemeindelebens als auch in alle theologischen Fachbereiche zu integrieren:
"Einheit ist lebbar."
Krätzl: "De facto gilt der Papst als Sprecher der ganzen Christenheit"
Als "Wünsche" für die Zukunft nannte der emeritierte Wiener Weihbischof Helmut
Krätzl u.a. eine Neubewertung der "eucharistischen Gastfreundschaft" namentlich
für die konfessionsverbindenden Ehen und einen "Austausch der Spiritualitäten".
Er sprach sich auch aus für eine Orientierung am Modell des "differenzierten
Konsenses" wie bei der gemeinsamen katholisch-lutherischen Erklärung über die
Rechtfertigungslehre und für eine neue Sicht des Petrusdienstes: "De facto wird
der Papst schon jetzt als Sprecher der ganzen Christenheit betrachtet." Der
rumänisch-orthodoxe Metropolit Serafim Joanta betonte, heute gehe es darum, im
Klima der Freiheit das zu tun, was die Märtyrer in totalitären Regimen getan
hätten, nämlich "gemeinsam umzukehren zu den Wurzeln des Glaubens".
"Ökumene ist kein Hobby, sondern ein Auftrag Jesu", sagte der Salzburger
Kirchenhistoriker Dietmar Winkler, der die Veranstaltung moderierte. Winkler
verwies darauf, dass wichtige ökumenische Dokumente wie etwa die "Charta
Oecumenica" von 2001 in den Kirchen noch nicht rezipiert seien.
11.05.2011 (epd)
Körtner: Protestanten sollen Dynamik des reformatorischen Erbes wahren
Nach ökumenischem Konsens in der Rechtfertigungslehre müsste Luther als
rechtgläubig rehabilitiert werden
Wien, 11. Mai 2011 (epd Ö) - Protestanten hätten keinen Grund, "aus dem Dynamit
des reformatorischen Erbes ein ökumenisches Paniermehl zu machen". Das schreibt
der Ordinarius für Systematische Theologie an der Evangelisch-Theologischen
Fakultät und Vorstand des Instituts für Ethik und Recht der Medizin an der
Universität Wien, Ulrich H.J. Körtner in der Tageszeitung "Die Presse" (11.
Mai). In einem Gastkommentar reagiert Körtner auf die Forderung des Vorsitzenden
der Ökumenekommission der deutschen Bischofskonferenz, Bischof Ludwig Müller, im
Vorfeld des Reformationsjubiläums 2017, die evangelische Kirche möge sich von
den Aussagen Martin Luthers distanzieren, der den Papst als "Antichristen"
bezeichnet hat.
Dass Luthers Aussagen im historischen Kontext zu verstehen seien und nicht auf
das heutige Papsttum übertragen werden dürften, stehe heute in jeder
Gemeindeausgabe der lutherischen Bekenntnisschriften. Körtner wertet die
Äußerung Müllers als "durchsichtiges Ablenkungsmanöver der in letzter Zeit arg
gebeutelten katholischen Kirche". Der evangelische Theologe erinnert daran, dass
die Römisch-katholische Kirche die Verurteilung Luthers als Ketzer bis heute
nicht zurückgenommen habe:
"Und das, obwohl man sich doch heute angeblich in der Rechtfertigungslehre, dem
Herzstück reformatorischer Theologie, mit den Protestanten einig ist". Mit
dieser Lehre, so Körtner, sei der Gedanke vom Priestertum aller Gläubigen
verbunden, "der notwendigerweise zum Bruch mit dem hierarchischen Prinzip in der
Kirche und der Unterscheidung von Klerikern und Laien führt". Daran halte aber
die Römisch-katholische Kirche "eisern" fest. Gäbe es einen Konsens in der
Rechtfertigungslehre, entfiele die Trennung von Protestanten und Katholiken beim
Abendmahl, und Luther müsste als "rechtgläubiger Theologe rehabilitiert werden".
Doch davon, so Körtner, "ist in der katholischen Amtskirche natürlich nicht im
Entferntesten die Rede".
Der Papstkult einschließlich Heiligenverehrung und Reliquienkult, wie man ihn
jüngst bei der Seligsprechung Johannes Pauls II. beobachten konnte, berge aus
evangelischer Sicht die Gefahr, "die biblische Botschaft von der freien Gnade
Gottes zu verdunkeln".
Körtner wörtlich: "Das Papsttum bleibt ein großes Hindernis auf dem Weg zur
Kirchengemeinschaft."
18.03.2011 (epd)
Ökumenische Fastentipps auf "Antenne Wien" und evang.at
Kirchen begleiten Hörerinnen und Hörer wieder durch Fastenzeit
Wien (epd Ö) - Mit einem täglichen kurzen Fastenimpuls begleiten die
christlichen Kirchen in Österreich auch heuer wieder die Hörerinnen und Hörer
des Privatradios "Antenne Wien" durch die 40-tägige Fastenzeit. Bis zum
Karsamstag, 23. April, werden täglich von Montag bis Samstag Persönlichkeiten
aus dem kirchlichen Bereich kurze Impulse, Tipps und Gedanken rund um die
Fastenzeit und die nahende Osterzeit geben.
Eröffnet wurde die Reihe am Aschermittwoch mit einem Impuls des Wiener
Erzbischofs, Kardinal Christoph Schönborn. Neben Kardinal Schönborn sind u.a.
der evangelisch-lutherische Bischof Michael Bünker, Superintendent Hansjörg
Lein, Caritas-Direktor Michael Landau, die Direktorin der Österreichischen
Bibelgesellschaft, Jutta Henner, Pfarrer Marco Uschmann sowie Pater Gottfried
Wegleitner vom Wiener Franziskanerkloster zu hören. "Antenne Wien" ist in der
Bundeshauptstadt und Umgebung auf 102,5 MHz zu empfangen.
Produziert werden die Fastenimpulse von der ökumenischen Radio-Agentur "Studio
Omega". Die Fastengedanken gibt es täglich auch als Podcast auf den offiziellen
Websites der evangelischen Kirche (www.evang.at),
der Römisch-katholischen Kirche (www.katholisch.at)
sowie des Ökumenischen Rates der Kirchen in Österreich (www.oekumene.at).
"Weltgebetswoche für Einheit der Christen" vom 18. bis 25. Jänner
Wien (epd Ö) - An die frühchristliche Einheit erinnert die diesjährige
"Weltgebetswoche für die Einheit der Christen". Die Weltgebetswoche, die heuer
unter dem Motto "Zusammen glauben, feiern, beten" steht und von
palästinensischen ChristInnen vorbereitet wurde, wird traditionell vom 18. bis
25. Jänner (nördliche Hemisphäre) oder zu Pfingsten (südliche Hemisphäre)
begangen und von unzähligen christlichen Gemeinden auf der ganzen Welt gefeiert.
Während dieser Woche kommen Christinnen und Christen aus verschiedenen
Konfessionen zusammen, um gemeinsam für die Einheit der Christenheit zu beten.
Im Mittelpunkt der Weltgebetswoche steht heuer der ökumenische Zusammenhalt, wie
ihn die Apostelgeschichte formuliert: "Sie hielten an der Lehre der Apostel fest
und an der Gemeinschaft, am Brechen des Brotes und an den Gebeten". Man wolle
damit an die Erfahrungen und die Begeisterung der frühchristlichen Zeit
anknüpfen: "Es ist eine Aufforderung, sich an die Zeit zu erinnern, als die
Kirche noch eine Einheit war", heißt es in einer thematischen Einführung des
Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK). Elemente dieser Einheit seien das
Festhalten an der Lehre der Apostel, die Gemeinschaft, das Brechen des Brotes
(Eucharistie) und das Gebet.
In Österreich lädt der Ökumenische Rat der Kirchen (ÖRKÖ) aus Anlass der
Weltgebetswoche zu einem Festgottesdienst am 21. Jänner um 18 Uhr in die
evangelisch-methodistische Kirche in Wien (Sechshauserstraße 56, 1150 Wien). Die
Predigt wird der syrisch-orthodoxe Chorespiskopus Emanuel Aydin halten.
Zum Auftakt der Weltgebetswoche lädt der Wiener Erzbischof, Kardinal Christoph
Schönborn, am 18. Jänner um 17 Uhr zu einem Ökumenischen Empfang in das
Erzbischöfliche Palais (Wollzeile 2, 1010 Wien). Im Rahmen des Empfangs wird u.a.
auch der neue Internetauftritt des ÖRKÖ präsentiert. Mit Gottesdiensten wird
auch in den anderen österreichischen Diözesen die Weltgebetswoche gefeiert.
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04.11.2010 (epd)
Basisbewegung "Way of Hope" präsentiert 26 Initiativen gegen die Krise
Fery Berger: Wollen etwas bewegen -
Herwig Sturm: Zeichen stehen auf Veränderung -
Tarafa Baghajati: Gemeinsame Werte als Basis der Verständigung -
Helga Kromp-Kolb: Ökologische Selbstverpflichtung -
Christian Felber: Mehr Demokratie
Wien, 4. November 2010 (epd Ö) - "Wir wollen etwas bewegen. Wir wenden uns an
alle, die einen grundsätzlichen Wandel in der Gesellschaft wünschen und die
sehen, dass dieser Wandel nicht vom etablierten politischen System kommen kann",
sagt Fery Berger. Vor einem Jahr hat der katholische Theologe und Gründer der "Weizer
Pfingstvision" den "Way of Hope" initiiert. Die überparteiliche und
überkonfessionelle Bewegung versteht sich als "Plattform, um zukunftsträchtige
Projekte zu vernetzen", so Berger am Donnerstag, 4. November, vor Journalisten
in Wien. Spirituell verwurzelte Menschen hätten die Kraft, gerade in schwierigen
Zeiten "gegen den Strom zu schwimmen". Um den Weizer Theologen haben sich
inzwischen 40 renommierte Personen aus Wissenschaft, Wirtschaft, Politik, Kultur
und Religion gefunden, die die Initiative als "Wegbegleiter" unterstützen.
Kürzlich sind bei dem bereits zweiten Treffen in Weiz 300 MultiplikatorInnen
zusammengekommen.
Als Ergebnis konnte Fery Berger 26 konkrete "Initiativen für Österreich"
präsentieren, deren Bandbreite von alternativen Wirtschaftsmodellen, einem
Abzeichen für ökologische Selbstverpflichtung, einem "Spenden-Versprechen" von
Milliardären, einem österreichweiten "Tag der Meditation" am 8. Dezember 2011
oder interreligiösen Begegnungen bis hin zu römisch-katholischen Reformen
("Mitbestimmung des Kirchenvolks bei der Suche nach Bischofskandidaten") reicht.
"Die Zeichen der Zeit stehen auf Veränderung", sagte der frühere
evangelisch-lutherische Bischof Herwig Sturm, es brauche jedoch "Zuversicht und
Mut, um das, was wir alle wissen, endlich einmal zu tun". Sturm ist als
"Wegbegleiter" "fasziniert von der Buntheit der vertretenen Personen". Im
interreligiösen Gespräch entstehe eine "neue Wirklichkeit der Offenbarung". Ziel
dieses Dialogs sei es nicht, jemanden zum Übertritt zu bewegen, sondern die
spirituellen Erfahrungen gegenseitig wahrzunehmen und "das, was jeder Religion
kostbar ist, mitzutragen auf einem gemeinsamen Weg". Die Religionen haben nach
den Worten Sturms lange Traditionen, durch Loslassen frei zu werden für das
Wesentliche. Mehr Genügsamkeit könne zu höherer Lebensqualität führen.
Religionen könnten somit wesentlich dazu beitragen, "einen nachhaltigen und
zugleich erfüllenden Lebensstil als Einzelne wie auch in neuen Gemeinschaften zu
entwerfen", so Sturm.
Gemeinsame Wertebasis
Auf die Gefahren der Islamfeindlichkeit als eines neuen "kulturellen Rassismus"
wies Tarafa Baghajati hin. Begriffe wie "Leitkultur" oder "christliche Werte"
würden oft eindeutig in Abgrenzung gegenüber Muslimen verwendet. Die implizite
Botschaft, es handle sich hier um grundsätzlich verschiedene Werte, ist laut
Baghajati jedoch falsch.
Werte wie Menschenwürde, Selbstbestimmung, Frauenrechte oder Meinungsfreiheit
sieht er als gemeinsame, "universelle" Basis unabhängig von verschiedenen
Lebensstilen. Der Muslim-Vertreter sprach sich für interreligiöse Begegnungen
aus, mit dem "Ziel, den sozialen Zusammenhalt zu stärken". Wesentlich dabei sei
es, möglichst alle gesellschaftlichen Gruppen und Schichten zu erreichen und
sich nicht nur innerhalb eines Kreises von Personen zu bewegen, "die sich
ohnehin verstehen". Es brauche einen möglichst konkret werdenden "Dialog des
Handelns" mit Vernetzungen zwischen religiösen zivilgesellschaftlichen
Initiativen und gemeinsamen sozialen Projekten.
Klimaschutz: "Viel gesprochen, wenig getan"
Klimaforscherin Helga Kromp-Kolb stellte beim Pressegespräch eine Initiative zum
Klimaschutz vor. In der Politik werde "viel gesprochen und wenig getan". Nun
sollen auf dem "Way of Hope" ein eigenes Abzeichen und ein "Öko-Pass" die
ökologische Selbstverpflichtung sichtbar machen.
Konkrete Schritte für den Klimaschutz könnten laut Kromp-Kolb etwa
Konsumverweigerung bei umweltschädigenden Produkten sein, Urlaubsreisen ohne
Auto oder CO2-reduzierende Maßnahmen, die allesamt notiert würden und über einen
längeren Zeitraum als Erfolgsnachweis dienen könnten.
Austausch via Internet solle motivieren und Detailhinweise geben. Bewusster
Verzicht geht mit einem Zugewinn an Lebensqualität einher, ist die
Wissenschaftlerin überzeugt.
Gemeinwohl statt Gewinnmaximierung
Gleich drei Initiativen stellte "attac"-Sprecher und Autor Christan Felber vor:
Die in seinem jüngsten Buch beschriebene "Gemeinwohl-Ökonomie" als ein
alternatives Wirtschaftsmodell zu Kapitalismus und Kommunismus, das die
"Systemspielregeln" von Gewinnstreben und Konkurrenz negiere, werde mittlerweile
von 120 Unternehmen in fünf verschiedenen Ländern unterstützt. Dabei werde
durchaus auch unternehmerischer Erfolg erzielt - messbar durch eine
"Gemeinwohl-Bilanz": "Wer sich sozial verantwortlich, ökologisch nachhaltig,
demokratisch und solidarisch verhält, erhält in der 'Gemeinwohl-Ökonomie'
Vorteile gegenüber anderen, die dies weniger tun", so Felber (Info:
www.gemeinwohl-oekonomie.org ).
INFO: www.wayofhope.info/
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