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ARGE Ökumene Österreich
Aktuelles
| Jahrestagung 2012 in Villach: vom 25. - 28. Oktober
2012 Gebote, Verbote und Gewissen |
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Aktuelles Thema bei der Jahrestagung der ARGE Ökumene
Pressebericht von Gerhard Größwang
„Gebote, Verbote und Gewissen“ lautete das aktuelle Thema, zu dem die ARGE
Ökumene nach Villach eingeladen hat. Vom 25. bis 28. Oktober trafen sich
konfessionsverbindende Paare und ökumenisch Interessierte aus ganz Österreich.
Aus evangelischer Sicht referierte Frau Univ. Prof. Susanne Heine: Freiheit
zwischen Gesetz und Evangelium – Ein biblischer Befund.
Mit Verweisen auf entsprechende Dokumente des II. Vatikanums stellte Dr. Peter
Pawlowsky den „Aufruf zur Eigenverantwortung“ der Laieninitiative vor.
Auch das interessante Besuchsprogramm (Kirchen in Villach, Kloster Schloss
Wernberg, Evang. Diözesanmuseum Fresach) und eine Begegnung mit Superintendent
Sauer waren eine Bereicherung für die 65 TeilnehmerInnen der Jahrestagung.
Gedanken in Radio OÖ zum Fronleichnamstag
von SI Gerold Lehner
Donnerstag, 7. Juni – Fronleichnam
Guten Morgen liebe Hörerinnen und Hörer!
Heute ist einer der wenigen Tage, an dem evangelische und katholische Christen
nicht dasselbe Fest feiern und begehen. Vielleicht ist das ein guter Anlass, das
Anliegen der Ökumene, der Einheit der Christen, zur Sprache zu bringen.
Die katholischen Christen feiern heute Fronleichnam. Sie konzentrieren sich auf
den, in Brot und Wein unter uns gegenwärtig gewordenen Christus. Die
evangelischen Christen feiern das Gustav-Adolf-Fest. Ausdruck vor allem der
finanziellen Hilfe und Solidarität zwischen den Kirchen und Gemeinden.
Beide Kirchen orientieren sich an Christus. Beide Kirchen wissen um den, der
sich für die Menschen gegeben hat. Beide Kirchen wissen um den, der sie zu einer
Gemeinschaft berufen hat.
Doch beide Kirchen sind eifriger auf ihre geschichtlich gewordene Identität
bedacht als auf ihre in Christus neu geschenkte Identität. Beide Kirchen sind
eifriger damit beschäftigt ihr Profil zu schärfen, als die Einheit zu suchen.
Beide Kirchen üben sich in dem diplomatischen Tanz: einen Schritt vor, zwei
Schritte zurück.
Man hat oft den Eindruck: die Bekenntnisse zur Ökumene werden manchmal wie
Ziegelsteine verwendet mit denen man die Mauern erhöht, statt mit ihnen Brücken
zu bauen.
Ich weiß, das ist unfair all jenen gegenüber, welche die Einheit tagtäglich
praktizieren. Aber eigentlich müssten wir an diesem Tag überall Luftballons
steigen lassen mit Postkarten an die Bischöfe und Superintendenten, Luftballons
und Karten, die auch bis nach Rom dringen und überall sagen: Es ist Zeit die
Brücke der Ökumene fertigzustellen.